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Die
nächste Wahl für unsere Interessen nutzen
Den
Parteien laufen die Wähler davon Die seit Mitte der achtziger
Jahre sinkende Wahlbeteiligung hat ein Rekordtief erreicht. In so
unterschiedlichen Ländern wie Sachsen-Anhalt und in Baden-Württemberg
war die Zahl der Nichtwähler größer als die Zahl der Stimmen für
SPD und CDU zusammen. In Berlin konnten SPD und CDU nur noch 30
Prozent der Wahlberechtigen auf sich vereinen. Ganz offensichtlich
wird ihre Politik vom überwiegenden Teil des Wahlvolkes nicht unterstützt,
der gleiche dramatische Trend zeigt sich bei der Zahl der Parteimitglieder:
Die CDU hat in den vergangenen Jahren 25 Prozent ihrer Mitglieder
verloren. Und die Sozialdemokraten haben von 1990 bis 2006 sogar
40 Prozent der Mitglieder verloren.
Keine Konsequenzen? Wählen
ist die große Chance für jeden von uns, um Einfluss zu nehmen wer wie unser Land regiert.
Diese überaus wirkungsvolle Möglichkeit hat jede/r Wahlberechtigte.
Die Nichtwähler haben mittlerweile mehr Stimmen als die einzelnen
Parteien in fast allen Parlamenten (Länder und Bund). Sehr viele
unter ihnen wollen nicht dass diese Politik, die gegen ihre Interessen
gerichtet ist, so fortgeführt wird. In den vergangenen Jahren hat
sich gezeigt
dass diese Politik von allen Regierungsparteien, also CDU CSU FDP
Grüne und SPD, mitgetragen wurde. Wer nicht wählt oder
ungültig wählt, stärkt indirekt die großen Parteien mit
ihren immer noch vielen Stammwählern und unterstützt damit sogar die unsoziale
Politik von CDU/CSU und SPD.
Wie sieht dann aber die Alternative
aus? Welche andere Partei kann Regierungspartei sein? Damit haben
viele Wähler ein Problem. Aber ist diese Frage überhaupt relevant,
spielt
es derzeit eine Rolle welche andere Partei eine neue Regierung
bilden könnte?
Wir
brauchen einen Politikwechsel, nicht unbedingt einen Regierungswechsel.
Einen Wechsel hin zu einer sozial ausgewogenen Politik der
gerechten Löhne und Steuerbelastungen, weg von der einseitigen Bevorzugung
der Wirtschaft und ihren tonangebenden Großkonzernen. Das ist entscheidend.
Dazu brauchen wir keine Regierung einer neuen Partei. Es ist unrealistisch anzunehmen, das eine
andere Partei
als CDU/CSU oder SPD die nächste Regierung(skoalition) bilden kann.
Es geht darum, dass die bisherige Politik nicht so einfach
fortgesetzt werden
kann: Durch eine
neue Parteiengruppierung als neue starke Oppositionskraft im Parlament.
Oder durch Mitwirkung anderer Parteien in einer entsprechend veränderten
Regierungskoalition von CDU/CSU oder SPD. Mit
Parteien, für die Vollzeitarbeitsplätze mit guten Löhnen für gute
Arbeit, für die entsprechende Renten und Krankenkassenleistungen
für unsere hohen Beiträge keine "Sozialromantik" sind,
die wirklich eine sozial ausgewogene Politik vertreten.
Entscheidend für eine politische
Richtungsänderung - wieder hin zu einer sozial ausgewogenen Politik
- ist die Stärkung entsprechender Parteien und der damit verbundene Stimmen-
und Sitzverlust besonders
der unsozialen Hauptakteure CDU/CSU und SPD.
Wir
haben die Wahl Wo
finden wir unsere Interessen wieder? Von welcher Partei werden sie
vertreten? Hierzu ein hilfreicher Link: Liste
der politischen Parteien in Deutschland
Politik
ohne Alternativen? Eine kleine Gedächtnisstütze Wegen
der "Agenda 2010" hatten die SPD bereits 2003 rund 43.000
(6,2 %) Frauen und Männer in den ersten elf Monaten verlassen. Ob Fehlentscheidungen
oder Unterlassung notwendiger volkswirtschaftlicher Regelungseingriffe,
die Politik von CDU/CSU und SPD in den Jahren zuvor und danach
erschütterte ebenso massiv das Vertrauen der Bürger und Bürgerinnen.
Korruptionsaffären, besonders der CDU (Kohl und Koch), deren gerichtliche
Aufarbeitung sich zum
Teil bis heute hinzieht, deckten Geldflüsse über hunderte Millionen
von der Wirtschaft an die Regierungsparteien auf. Dem stetigen Anstieg
der Massenarbeitslosigkeit
begegnen SPD und CDU/CSU mit Parolen wie "Arbeit, Arbeit, Arbeit"
oder "Sozial ist, was Arbeit schafft". Reduzierung der
Arbeitslosenzahlen
durch Frühverrentungen, Schulungskurse, Hartz 4-Empfänger, 1 Euro-Jobber
oder Ich-AGs weisen statistisch Erfolge aus, lösen die
Probleme
aber ebenso wenig wie Arbeitszeitverlängerung,
Förderung und Ausweitung des Niedriglohnbereiches, Verhinderung
von Mindestlohnregelungen oder Abbau des Kündigungsschutzes. Fehlende Ausbildungsplätze bedingen hohe
Jugendarbeitslosigkeit und führen gehäuft zum Fachkräftemangel.
Von CDU/CSU- wie von SPD-Regierungen werden bis heute Arbeitsplatzverlagerungen
in das Ausland steuerlich gefördert. Niedrigst bezahlte Praktikumsplätze
für Jungakademiker und andererseits Forderungen nach
ausländischen Arbeitskräften sind Alltag einer aus dem Ruder laufenden
Wirtschaftsweise. Unsere sozialen Sicherungssysteme, Kranken-, Renten,
Arbeitslosenversicherung basieren auf Einnahmen bei Vollbeschäftigung.
Die hohe Massenarbeitslosigkeit erfordert neue nachhaltige Ansätze.
Eine Reform folgt der nächsten, weil nachhaltige Elemente fehlen.
Alle bisherigen Reformen zielen auf Leistungskürzungen. Trotz hoher
Rentenbeiträge
und zusätzlicher privater Alterssicherung droht vielen
Versicherten künftig eine Rente auf Sozialhilfe-Niveau. Mit Staunen registrieren
wir, wie unsere Politiker unter der CDU/CSU-SPD- Koalition sich mit einem Blitzgesetz innerhalb
einer Woche eine fast 10 prozentige Diätenerhöhung gönnen. Statt paritätischer
Finanzierung und trotz hoher Pflichtbeiträge sind immer mehr Leistungen
von den Krankenversicherten selbst zu finanzieren.
Alternativen zu ihrer Politik gäbe es nicht behaupten die Regierungsparteien.
Genau
das Gegenteil ist richtig...
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